VMShutdownManager Module

Der VMShutdownManager ist eine modular aufgebaute Automatisierungsplattform für Infrastruktur- und Datacenter-Umgebungen. Jedes Modul erweitert das System um spezifische Funktionen, die für die Steuerung von Hypervisoren, Cloud-Diensten, Hardware oder Skriptumgebungen benötigt werden.
Hosts und virtuelle Maschinen (VMs) werden über Hosttypen definiert, die durch die installierten Module bereitgestellt werden. Ein Host kann mehrere Hosttypen besitzen und erhält dadurch genau die Funktionen, die für die jeweiligen Abläufe erforderlich sind.
Das CommonTasks-Modul stellt etwa einen BasicIpHost bereit, mit dem sich allgemeine Netzwerkprüfungen wie Ping-Tests oder Port-Checks in Ausführungspläne integrieren lassen.

Wird ein Host als VM-Host konfiguriert und anschließend ein Hypervisor-Modul wie VMware, Hyper-V oder Proxmox zugewiesen, erhält er die entsprechenden Hypervisor-spezifischen Funktionen. Zusätzlich kann ein solcher VM-Host alle darin befindlichen VMs direkt an den VMShutdownManager „anliefern“.

VMs, die im Shutdown- oder Wiederanlaufprozess gezielt gesteuert werden sollen, lassen sich so per Mausklick importieren und stehen unmittelbar in den Ausführungsplänen zur Verfügung. Alle anderen VMs, die nicht explizit im Ausführungsplan referenziert sind, werden automatisch über die jeweiligen Kommandos wie z.B. ShutdownAllVmsOnHost oder StartAllVms gesteuert. Dadurch bleibt die Konfiguration extrem schlank: Es müssen nur die VMs im VMShutdownManager angelegt werden, die tatsächlich individuell behandelt werden sollen.
Durch diesen modularen Ansatz lassen sich selbst komplexe Infrastruktur-, Shutdown- und Wiederanlaufszenarien präzise, transparent und vollständig automatisiert abbilden.

Übersicht

  • CommonTasks

    Im CommonTasks-Modul bündelt der VMShutdownManager alle elementaren Funktionen, die in fast jedem Ablauf benötigt werden. Dazu gehören definierte Verzögerungen, Netzwerk- und Service-Checks, Port-Überwachungen sowie Ping-Tests, mit denen du präzise Abhängigkeiten abbilden kannst. Das Modul unterstützt dich außerdem beim automatisierten Wiederhochfahren von Systemen über Wake-on-LAN. Ein besonderes Feature: Das Modul ermöglicht das kontrollierte Self-Shutdown des VMShutdownManagers, damit sich die Applikation als einer der letzten Dienste selbst sauber beendet – ein entscheidender Schritt für robuste und konsistente Gesamtabläufe.

  • Datacore

    Mit dem Datacore-Modul integriert der VMShutdownManager deine SANsymphony-Infrastruktur direkt in den automatisierten Notfall- und Routinebetrieb. Das Modul protokolliert alle Disk-Pools und Virtual Disks, fährt Datacore-Server geordnet herunter, überwacht den Status aller Virtual Disks und wartet beim Wiederanlauf zuverlässig, bis sämtliche Ressourcen wieder online sind. So stellst du sicher, dass abhängige VMs nicht zu früh starten und dein Storage jederzeit in einem konsistenten Zustand bleibt – unabhängig davon, ob es sich um geplante Wartung oder echte Störfälle handelt.

  • Http

    Version

    1.0.0.0

    Beschreibung

    Modul für REST-API Integration

  • HyperV

    Mit dem Hyper-V-Modul steuerst du sowohl Hosts als auch einzelne VMs oder VM-Gruppen zuverlässig und regelbasiert. Funktionen wie „Save“, „Shutdown“ oder „PowerOn“ lassen sich flexibel kombinieren und bilden auch komplexe Abhängigkeiten sauber ab. Über Monitoring-Funktionen wie den Integration-Services-Heartbeat oder das Warten auf den vollständigen Power-Off stellt das Modul sicher, dass jeder Schritt erst dann ausgeführt wird, wenn der tatsächliche Zustand bestätigt ist.

    Wie bei fast allen Hypervisor-Modulen nutzt der VMShutdownManager interne Listen – hier die HyperVVmList –, um sich zu merken, welche virtuellen Maschinen beim Shutdown behandelt wurden. Dadurch kann der Wiederanlauf automatisch auf Basis des vorherigen Zustands erfolgen, ohne starre Startlisten oder manuelle Eingriffe. Das sorgt für konsistente, fehlertolerante Sequenzen.

  • IONOS Cloud

    Mit dem Ionos-Modul orchestrierst du deine IONOS-Cloud-Umgebungen genauso komfortabel wie lokale Virtualisierungsplattformen. Du kannst komplette Datacenter starten oder stoppen, einzelne VMs kontrolliert herunterfahren oder wieder einschalten und den Power-State zuverlässig überwachen. Diese Funktionen machen es möglich, nur tatsächlich benötigte Systeme zu aktivieren und nicht benötigte Ressourcen automatisiert abzuschalten.

    Wie bei allen Hypervisor-Cloud-Modulen nutzt der VMShutdownManager interne VM-Listen, um zu verfolgen, welche Instanzen beim Shutdown behandelt wurden. Beim Wiederanlauf wird der vorherige Zustand automatisch rekonstruiert – ganz ohne manuelle Startkonfigurationen. In Kombination mit zeitlichen Triggern wie Cron-Jobs lassen sich Workloads perfekt an Nutzungszeiten anpassen, wodurch du die Kostenoptimierung der IONOS Cloud maximal ausschöpfst.

  • PowerShell

    Mit dem PowerShell-Modul integrierst du jede Art von PowerShell-basierter Automatisierung direkt in deine Sequenzen. Du kannst eigene Skripte remote ausführen, gezielt Windows-Dienste steuern oder Systeme über das integrierte Shutdown-Cmdlet geordnet herunterfahren. Dank Unterstützung der beiden Transportkanäle WinRM und SSH funktioniert das sowohl in klassischen Windows-Umgebungen als auch in modernen, heterogenen Setups.

    Das Modul eignet sich perfekt, um Speziallogiken oder individuelle Anforderungen abzubilden, die über die Standardfunktionen der übrigen Module hinausgehen. Egal ob du Konfigurationen prüfen, Logs sammeln, Dienste restarten oder komplexe Wartungsroutinen einbetten möchtest – das PowerShell-Modul bietet dir volle Kontrolle.

  • Proxmox

    Mit dem Proxmox-Modul orchestrierst du einzelne Proxmox-Nodes ebenso wie komplette Clusterstrukturen. Das Modul unterstützt das kontrollierte Starten, Stoppen oder Suspenden aller VMs eines Clusters, das geordnete Herunterfahren einzelner Nodes oder das Wiederanlauf-Management nach Wartungsfenstern oder Störfällen.

    Funktionen wie „ProxmoxNodeAwaitAvailability“ oder „ProxmoxVmAwaitState“ stellen sicher, dass jeder Schritt erst dann ausgeführt wird, wenn der tatsächliche Zustand bestätigt ist – ein entscheidender Faktor für stabile, sichere Abläufe.

    Wie bei allen Hypervisor-Modulen nutzt der VMShutdownManager die ProxmoxVmList, um festzuhalten, welche VMs im Rahmen des Shutdown-Prozesses behandelt wurden. Dadurch kann der Wiederanlauf automatisch und zustandsbasiert erfolgen, ohne starre Startreihenfolgen oder manuelle Eingriffe.

  • Redfish

    Das Redfish-Modul wird vor allem beim Wiederhochfahren der physischen Infrastruktur eingesetzt. Nach einem Stromausfall oder einer geplanten Vollabschaltung können Hosts, Storage-Systeme oder andere Hardware-Komponenten gezielt wieder eingeschaltet werden. Über definierte Power-State-Kommandos stellst du sicher, dass Geräte wirklich hochfahren und den gewünschten Zustand erreichen.

    Sobald die Hardware physisch eingeschaltet ist, kann der VMShutdownManager — in Kombination mit dem CommonTasks-Modul — gezielt auf die Rückkehr der Management-Interfaces warten (z. B. Web-UI, API, SSH). Erst danach startet die orchestrierte Sequenz für Hypervisor, Storage, VMs und Services. Damit wird der gesamte Wiederanlauf schrittweise, sicher und vollständig automatisiert.

  • Ssh

    Mit dem SSH-Modul kannst du individuelle Kommandos oder komplette Shell-Skripte auf entfernten Systemen ausführen und so nahezu jede gewünschte Aktion automatisieren: Dienste stoppen, eigene Prüfskripte ausführen, Statusinformationen sammeln, Systeme geordnet herunterfahren oder vorbereitende Tasks für den Wiederanlauf anstoßen.

    Der VMShutdownManager loggt die gesamte Ausgabe der SSH-Kommandos und wertet Rückgabecodes zuverlässig aus. Dadurch kannst du bedingte Logiken umsetzen und sicherstellen, dass Folgeaktionen nur ausgeführt werden, wenn ein Schritt erfolgreich war. Das Modul eignet sich ideal für Linux-basierte Workloads, Appliances, Firewalls, Storage-Systeme oder jede Umgebung, die SSH als Remote-Schnittstelle nutzt.

  • VMware

    Mit dem VMware-Modul orchestrierst du komplexe VMware-Umgebungen auf VM-, Host- und vCenter-Ebene. Du kannst virtuelle Maschinen ein- oder ausschalten, suspenden oder geordnet herunterfahren — sowohl auf einzelnen ESXi-Hosts als auch zentral über vCenter. Shutdown- und Startup-Sequenzen lassen sich präzise abbilden, inklusive Host-spezifischer Abläufe wie „EnableMaintenanceMode“, „DisableMaintenanceMode“, „ShutdownHost“ oder Storage-Aktionen wie „RescanHBA“.

    Über „WaitForPowerOff“ und weitere Statusprüfungen wird jeder Schritt erst dann ausgeführt, wenn die VMware-Objekte den erwarteten Zustand erreicht haben. Wie bei allen Hypervisor-Modulen nutzt der VMShutdownManager interne VM-Listen (hier VmList), um nachzuvollziehen, welche VMs im Shutdown tatsächlich behandelt wurden. Dadurch erfolgt der Wiederanlauf zustandsbasiert und zuverlässig, ohne statische Startreihenfolgen.